A2A – GIGATRONIK SMART WORLD SYMPOSIUM 2017: Die digitale Welt braucht vernetzte Menschen

Im historischen Ambiente der Oldtimerfabrik Classic diskutierten am 11. Mai rund 200 Teilnehmer über die vernetzte, digitale Zukunft. Die 8. GIGATRONIK-Fachtagung begeisterte mit vielseitigen Vorträgen, live erlebbaren Zukunftsvisionen wie dem Mercedes-Benz Future Bus und dem Konzeptfahrzeug Link & Go von AKKA Technologies sowie mit einem Gesamtkonzept, das ganz auf die Vernetzung der Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Branchen abgestimmt war.


Im historischen Ambiente der Oldtimerfabrik Classic erlebten rund 200 Teilnehmer die smarte Welt der Zukunft. Das autonom fahrende Elektrofahrzeug „Link & Go“ der Akka Technologies Group konnte live getestet werden.
Dr.-Ing. Edwin Tscheschlok (CEO GIGATRONIK) und Roberto Sacco (CEO AKKA Germany)
Der Mercedes-Benz Future Bus gab den Teilnehmern einen Einblick in die Vision eines vernetzten und autonomen öffentlichen Nahverkehrs der Zukunft.
Auf dem „A2A – GIGATRONIK SMART WORLD SYMPOSIUM“ in der Oldtimerfabrik Classic in Neu-Ulm tauschten sich rund 200 Experten über die digitalisierte, vernetzte Welt aus.
Zahlreiche Exponate zu verschiedenen Themen der smarten vernetzten Welt luden die Teilnehmer zum intensiven Networking ein.

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Für die „Connected World“ reicht es nicht aus, nur Daten zwischen intelligenten Produkten und Systemen auszutauschen. Um komplette Lebensbereiche und Geschäftsprozesse miteinander zu verbinden, ist die Vernetzung von Menschen eine wesentliche Voraussetzung. Auf diese Herausforderung war das diesjährige „A2A – GIGATRONIK SMART WORLD SYMPOSIUM“, das in der Oldtimerfabrik Classic in Neu-Ulm stattfand, strategisch ausgerichtet worden. Die Veranstaltung richtete sich an die Kunden und Geschäftspartner von GIGATRONIK und erreichte mit rund 200 Experten aus verschiedensten Branchen einen neuen Besucherrekord. Auch Regio TV Ulm sah sich auf der Veranstaltung um und berichtete im „Journal Schwaben“.

„Die neuen Technologien geben uns alle Möglichkeiten, die Welt zu vernetzen. Für den zukünftigen Markterfolg geht es jetzt darum, Ideen für neue Geschäftsmodelle zu generieren und Schnittstellen zusammenzuführen. Dafür bietet die A2A eine interdisziplinäre Plattform, auf der Fachleute Einblick in aktuelle Projekte aus verschiedenen Branchen erhalten, sich über Erfahrungen mit Connected World austauschen und untereinander vernetzen“, erläuterte Felix Traier die inhaltliche Konzeption des Symposiums. Das Themenspektrum im Vortragsprogramm reichte dabei von vernetzten Fahrzeugen über Smart-Home-Plattformen bis hin zu Industrial Internet of Things und Digitalisierung bei Arbeitsmaschinen.

2010 war die Fachtagung unter dem Namen A2A – das steht für „Apps to Automotive“, also der Integration von IT-Anwendungen ins Fahrzeug – gestartet. Seitdem wurde sie kontinuierlich um Themen rund um die vernetzte Welt erweitert, wobei die Mobilität der Zukunft immer noch einen wichtigen Part spielt. Das zeigte sich auch an den Exponaten, wie dem autonom fahrenden Elektrofahrzeug Link & Go der AKKA Group. Das umweltschonende und mit nur 3,6 m Länge platzsparende Auto ist für Fahrten in der Großstadt gedacht. Mit seinem innovativen Antriebs- und Fahrwerkskonzept sei es so beweglich, dass es auf der Stelle wenden und sich selbst in engste Parklücken rangieren könne, berichtete Guillaume Tréhard von AKKA Technologies Group.

Auch der öffentliche Nahverkehr der Zukunft fährt vernetzt und autonom, wie der Mercedes-Benz Future Bus mit seinem ausgefeilten Sensorsystem. Über sein Vehicle2Infrastructure System kommuniziert der Bus direkt mit der Verkehrsinfrastrukur und erhält Informationen zum Ampelstatus in einem Radius von mehr als 200 m. Auf Basis dieser Daten könne das Fahrzeug so gesteuert werden, dass die Wartezeit vor einer roten Ampel minimiert werde oder ganz entfalle, beschreibt Arno Prüllage von EvoBus einen der Vorteile. Sensorengesteuert fährt der Bus auch Haltestellen optimal an. Close-up-Kameras erfassen alle Variablen für die Längs- und Querführung, sodass zwischen Fahrzeug und Haltekante maximal ein Abstand von 10 cm besteht.

Mit einem Überblick über das Industrial Internet of Things (IoT) präsentierte Francesco Prato von Sigfox Impulse für die smarte Welt. Das Telekomunikationsunternehmen verbindet Objekte mit geringem Strombedarf drahtlos mit dem Internet. Mit der Funktechnik lassen sich bewegliche Güter nachverfolgen. Ein Mehrwert entsteht dadurch, dass beispielsweise eine Lieferung hinsichtlich Temperatur oder Luftfeuchtigkeit einfach überwacht werden und der Standort jederzeit lokalisiert werden kann. Anwendungsfelder für die kostengünstige Technik liegen u. a. in den Bereichen Industrie 4.0, Smart Building Management und Smart Agriculture.

Das Erlebnis der Nutzer in der digitalen Welt war ein zentraler Aspekt beim Vortrag von Krzysztof Petelenz. Er erklärte anhand des Pons-Wörterbuchs für Amazon Alexa, was ein „Skill“ ist, wo die technischen Begrenzungen liegen und welche Zukunftspotenziale es gibt. Der Wörterbuch-Skill befähigt das sprachgesteuerte Audiogerät Alexa, beliebige Wörter und Redewendungen aus dem Deutschen ins Englische zu übersetzen und sie mit muttersprachlicher Genauigkeit vorzulesen.

Ein effizientes Analysetool für die vollautomatisierte Analyse des Blickverhaltens, etwa von Autofahrern, stellte Michael Raschke von Blickshift vor. Das Eye Tracking für Fahrerassistenzsysteme kombiniert die menschliche Fähigkeit, visuelle Muster zu erkennen, mit der Leistungsfähigkeit von Computern, sehr schnell große Datenmengen zu durchsuchen.

Das vernetzte, automatisierte Fahren ist die Schlüsseltechnologie für Smart Cities, war der Tenor von Andreas Reich von Audi Electronics Venture. Damit die integrale Mobilität gelinge, müsste allerdings die Digitalisierung der städtischen Infrastruktur vorangetrieben werden. Am Beispiel der Vernetzung von Ampelinformationen mit der Start/Stopp-Automatik eines Autos, zeigte Andreas Reich Vorteile auf: CO2-Emission ließen sich um bis zu 15 Prozent im realen Betrieb senken, durch die Rückmeldung an das Backend eine günstigere Fahrtroute wählen und umgekehrt, durch die Rückmeldung der Standzeiten der Fahrzeuge an das Verkehrsleitsystem die Ampelsteuerung aktiv beeinflussen.

Kristin Boegner
Unternehmenskommunikation

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