A2A 2016 – Experten diskutieren über zukunftsweisende Strategien für die digitale Welt

Intelligente Produkte treiben in immer mehr Branchen und Lebensbereichen die Entwicklung hin zur „Connected World“. Auf dem „A2A – GIGATRONIK SMART WORLD SYMPOSIUM“, einer der bedeutendsten Fachtagungen rund um die vernetzte, digitale Welt, diskutierten rund 150 Experten aus Wirtschaft und Forschung über die Herausforderungen und Chancen zukunftsfähiger Konzepte und Technologien.


Exponate aus verschiedensten Bereichen der smarten vernetzten Welt luden in den Pausen zum Erfahrungsaustausch und zur Vernetzung der Teilnehmer ein.
Mit rund 150 Gästen erreichte das A2A GIGATRONIK SMART WORLD SYMPOSIUM dieses Jahr einen Besucherrekord.

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Smart World gehört die Zukunft. Das war der Tenor der hochkarätig besetzten Vorträge auf der diesjährigen A2A-Fachtagung am 9. Juni im Neckar Forum Esslingen. Durch die Integration von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in klassische Produkte und Prozesse verbessern sich Funktionalitäten und Abläufe, und es entstehen innovative Geschäftsfelder, über die neue Märkte erschlossen werden können.

Die Fachtagung A2A fand in diesem Jahr bereits zum 7. Mal statt. A2A stand ursprünglich für „Apps to Automotive“, also die Integration von IT-Anwendungen ins Fahrzeug. Darauf hatte sich die Fachtagung anfänglich konzentriert. „Fahrzeuge sind ein Bestandteil der vernetzten Welt. Im Internet der Dinge gibt es mittlerweile ganze Systeme smart vernetzter Produkte. Deswegen haben wir die A2A weiterentwickelt zu einer interdisziplinären Plattform, auf der sich Experten über ihre Erfahrungen mit intelligenter Vernetzung in unterschiedlichsten Bereichen austauschen können“, erläuterte GIGATRONIK-Veranstaltungsleiter Felix Traier die inhaltliche Konzeption des Symposiums.

Die Zukunft vor allem technologieorientierter Unternehmen wird von ihrer Innovationskraft abhängen – also ihrer Fähigkeit, neue Ideen zum Markterfolg zu führen. Wie das mit einem systematischen Innovationsmanagement gelingt, verdeutlichte Heiko Morgenweck von GIGATRONIK anhand unterschiedlicher Beispiele, etwa der Prozessoptimierung im Lebensmittelgeschäft durch den Einsatz neuer Technologien oder GTconnect, einem Inkubator für neue Geschäftsmodelle in der Automobilbranche.

Neue Chancen bieten die Elektrifizierung, die digitale Vernetzung und die Ökonomie des Teilens der automobilen Welt. Dabei steht nicht länger das Produkt Auto im Fokus, sondern die Mobilität. Doch wie innovativ die Mobilität von morgen sein kann, wird stark davon abhängen, wie sie organisiert wird, erklärte Gabriele Scheffler vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) in ihrem Vortrag. Die Forscher testeten Mobilitäts- und Energiemanagementlösungen in der Erprobungsumgebung Living Lab eFleet und kamen zu dem Ergebnis, dass sich mithilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien Elektromobiliät als System effizienter gestalten und in angrenzende Wirkfelder integrieren lässt. Auch BMW verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz zur Mobilität und konzentriert sich neben dem Kerngeschäft auch erfolgreich auf Mobilitätsdienstleistungen wie Carsharing, Parkdiensten und einer Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge, stellte Referent Stefan Stark dar. Die Voraussetzungen dafür schaffen neue Kooperationen mit Franchise-Partnern und Infrastrukturbetreibern.

Hoch entwickelte Technik bietet den Anwendern diverse Vorteile. Wie mit einem vernetzten Fahrzeug der Kundenkomfort schon vor dem Einsteigen erhöht werden kann, zeigte Dr. Christian Maihöfer von der Daimler AG anhand des Remote Services Mercedes me connect. Über die App lassen sich zahlreiche Funktionen per Fernzugriff einstellen, beispielsweise die Innenraumtemperatur. So beginnt die Fahrt von der ersten Minute an angenehm temperiert. Die Vorteile des Autos als Teil der Connected World werden so direkt als Dienste für den Kunden erlebbar, und genau darum geht es, betonte Maihöfer. Ein Erfolgskonzept für die Entwicklung neuartiger Anwendungen im Automotive-Umfeld stellte Prof. Ansgar Gerlicher von der Hochschule der Medien in Stuttgart vor. In den Kooperationsprojekten der „Automotive App Challenges“ entwickeln Studierende Apps in Kooperation mit Unternehmen und lernen dabei strukturierte Entwicklungsprozesse praktisch kennen.

Die zunehmende Digitalisierung erzeugt immer mehr Daten. Vernetzte Fahrzeuge können die Schwarmintelligenz nutzen und so ihren Fahrer über die Parkplatzsituation informieren oder vor lokalen Gefahren warnen, wie Gerhard Stanzl von Audi Electronics Venture darstellte. In Indoorszenarien wie Parkhäusern reichen jedoch GPS-Daten, die standardmäßig für Lokalisierungsdienste genutzt werden, nicht aus. Florian Mickler von Audi Electronics Venture und Robert Kesten von GIGATRONIK zeigten, wie eine hochgenaue Lokalisierung mit Hilfe von Feature-Erkennung und Parkhaus-Kartendaten realisiert werden kann.

Wie nicht nur Endkunden, sondern insbesondere Firmen von der Digitalisierung profitieren, zeigte Prof. Dr. Vahid Salehi von der Hochschule München. Er stellte eine Methode vor, mittels Laserscanning vollständige Fabriken auf 2 Millimeter Genauigkeit einzuscannen und so einen „Digital Twin“ der realen Räume zu modellieren. Dieses virtuelle Abbild erspart beispielsweise Vor-Ort-Begehungen bei der Anschaffung neuer Maschinen und kann bereits bei der Entwicklung neuer, maßgeschneiderter Maschinen berücksichtigt werden.

Die Vielfalt des Internet of Things (IoT) präsentierte Dr.-Ing. Rainer Kallenbach von Bosch Software Innovations anhand der Bereiche Connected Mobility, Connected Manufacturing, Connected Energy and Building sowie Connected Home. Beispielhaft stellte er die Vision Future Mobility dar, die auf multimodalen Transportsystemen, autonom lenkenden Fahrzeugen, E-Mobilität und intelligentem Parkraummanagement basiert.


Unsere Teilnehmer über das A2A - GIGATRONIK SMART WORLD SYMPOSIUM 2016:

„Innovativste Veranstaltung in der Region“, Prof. A. Beck, Hochschule Esslingen

„guter Themenquerschnitt mit hochqualifizierten Sprechern“, M. Grill, Kries Energietechnik

„Sympathische Plattform zur Förderung unternehmensübergreifender Mobilitätsideen!“, S. Stark, BMW Group

 

 

Kristin Boegner
Unternehmenskommunikation

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