Vereinheitlichte Fehlercodierung in der Produktion

Die Abteilung Prozess- und Projektmanagement bei GIGATRONIK berät und unterstützt Kunden bei der Verbesserung ihrer Unternehmensprozesse, bei der Qualitätsabsicherung sowie bei der Abwicklung von Projekten. Unser Ziel ist es, den Kunden im Spannungsfeld zwischen Kosten, Terminen und Qualität dabei zu helfen, ihre Arbeits- und Entwicklungsprozesse optimal zu gestalten, die Qualität ihrer Arbeit zu sichern und IT-, E/E- oder Entwicklungsprojekte verlässlich umzusetzen. Dazu gehört beispielsweise ein erfolgreiches Fehlermanagement, wie es bei einem süddeutschen Automobilhersteller mit unserer Unterstützung eingeführt wurde.

„Wir helfen unseren Kunden, ihre Prozesse optimal zu gestalten, die Qualität ihrer Arbeit zu sichern und Projekte verlässlich umzusetzen.“

Izabela Miszczuk
Prozess- und Projektmanagement

Erfolgreiches Fehlermanagement

Bei einem süddeutschen Automobilhersteller wurde ein weltweites Strukturprojekt aufgesetzt, um eine Basis für ein erfolgreiches Fehlermanagement im Unternehmen zu schaffen, das sowohl die Fehlerbeseitigung als auch die Fehlervermeidung erhöht. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist es, allen Beteiligten das gleiche Verständnis von einem Fehler zu vermitteln. Deshalb war es eine wesentliche Komponente des Projektes, eine einheitliche Sprache zu definieren und einzuführen, die in allen Ressorts wie der Entwicklung, dem Einkauf/Teilemanagement, der Produktion oder dem Service gesprochen wird. Im Rahmen dieses Projektes haben wir unseren Kunden bei der Einführung der vereinheitlichten Fehlercodierung unterstützt.

Keine Missverständnisse: einheitliche Fehlercodes in allen Ressorts

Die Fehlercodes werden in einer einheitlichen Sprache und Struktur angelegt und stehen zum Erfassen von produktbezogenen Fehlern in den Fachbereichen und Fachprozessen zur Verfügung. Dieser Fehlercode beinhaltet jeweils das beschädigte Bauteil des Produkts (z. B. Tür), die dazu passende Beschädigungsart (z. B. Kratzer) sowie eine Fehlerlage (z. B. links außen). Für das Anlegen und die Pflege der Fehlercodes ist eine spezielle Redaktion verantwortlich, die ressortübergreifend die Kataloginformationen vernetzt und als Schnittstelle zum Anwender agiert, der den Fehler feststellt und erfasst. Wir verantworteten als Teil der Redaktion den Fachbereich Montage und haben dessen Anforderungen umgesetzt.


„Die vereinheitlichte Fehlercodierung ist ein Schlüsselfaktor für eine effiziente Fehlerbehebung.“


Kataloge übersetzen und neue Systeme einrichten

Eine der Herausforderungen in diesem Projekt war die Ablöse der bisherigen Fehlerkataloge. Jedes Ressort pflegte bis dato seinen eigenen Katalog mit eigenen Regeln. Die Inhalte der alten Kataloge mussten mit dem neuen einheitlichen Katalog verknüpft und gemappt werden. Das Mapping erfolgte Schritt für Schritt. Jedem bisherigen Begriff aus den alten Katalogen wurde ein fachlich passender Begriff aus dem neuen Katalog zugewiesen. Zudem bestand die Herausforderung, die betroffenen Prozesse und Systeme zu befähigen und anzupassen, so dass auf den neuen Katalog zugegriffen werden konnte.


Von einem Pilotwerk auf alle Produktionswerke

Gestartet ist die Einführung des neuen einheitlichen Katalogs in den Produktionswerken mit einem Pilotwerk des Automobilherstellers. In einer Voruntersuchung wurden die im Wesentlichen betroffenen, werksspezifischen Prozesse und IT-Systeme identifiziert und die Umsetzbarkeit bestätigt. Die Erfahrungen aus dem Pilotwerk wurden in den weiteren Produktionswerken konsolidiert.


Nähe zum Kunden ist wichtig: Einblick in die Produktionswerke

Eine korrekte Stammdatenerfassung setzt die direkte Nähe zum Kunden sowie zum Produkt voraus. Deshalb haben wir die Möglichkeit genutzt, die verschiedenen Produktionswerke deutschlandweit zu besuchen, und konnten so einen guten Einblick in die Abläufe der Montage gewinnen. So hatten wir die optimale Ausgangsposition, um die Fehlercodes korrekt und präzise festlegen zu können.




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